So oft wie möglich barfuß laufen
Written on 19. August 2011 – 18:25 | by admin
Cinderella-Schuh-Syndrom
Auch wenn sich keine Frau so recht daran halten mag: Hohe und spitze Schuhe sollte man tunlichst vermeiden. Durch hohe Absätze rutschen die Zehen nach vorn und werden gequetscht, die Durchblutung wird gestört und Krampfadern gefördert. Viele Frauen plagt beispielsweise ein so genannter Hallux Valgus, ein vergrößerter Ballen am Großzeh, der auf Schritt und Tritt schmerzt. Manchmal verschafft eine Schiene Linderung, oft hilft nur noch eine Operation. Mit modischen Schuhen ist es bei dieser Krankheit auf jeden Fall vorbei. Ärzte bezeichnen den Zusammenhang von modischen Schuhen und Gesundheitsschäden an den Füßen inzwischen als “Cinderella-Schuh-Syndrom”.
Tipps für den Schuhkauf
Nach Ansicht von Dr. Harald Kuhn, Orthopäde und Fußspezialist aus Emstek, kann man Probleme mit den Füßen vermeiden, wenn man beim Schuhkauf auf folgende Punkte achtet:
Verhaltensregeln:
1. Barfuß laufen
Wer sich von modischen Schuhen nicht trennen kann, sollte unbedingt so oft wie möglich barfuß laufen, am besten auf unterschiedlichen Böden, um so die Muskeln der Zehen zu kräftigen. Nützlich ist es, mit den Zehen Greifübungen zu machen; etwa einen Bleistift aufheben oder - die fortgeschrittene Version - Gänseblümchen pflücken. Barfuß laufen stärkt das Bindegewebe, die Fußmuskulatur, Sehnen und Bänder. Außerdem wird das gesunde Abrollverhalten des Fußes trainiert.
2. Schuhe häufig wechseln
Ihre Schuhe sollten Sie also möglichst nur dann tragen, wenn es unbedingt sein muss. Außerdem wird empfohlen, die Schuhe möglichst täglich zu wechseln. Mindestens aber sollten Sie alle zwei, drei Tage die Schuhart und vor allem die Absatzform wechseln.
3. Pflegeprogramm für die Füße
Kleiner Aufwand, großer Effekt: Angewärmte Kieselsteine regen die Durchblutung an.
Wichtig ist außerdem eine angemessene Fußpflege: Je älter wir werden, desto trockener wird die Haut an den Füßen.
Gegen schmerzhafte Risse und Schrunden hilft daher nur regelmäßiges Eincremen. Am besten kurz vorm Zubettgehen - Baumwollsocken drüber und einwirken lassen.
Ein lauwarmes Fußbad hilft Hornhaut geplagten Füßen. Wenn die Haut aufgeweicht ist, vorsichtig mit einem Bimsstein die dicke Haut wegrubbeln, den Fuß abspülen und gründlich abtrocknen, vor allem zwischen den Zehen. Das Wegsäbeln der Hornhaut mit speziellen Hobeln sollte man übrigens besser professionellen Fußpflegern überlassen - zu schnell zieht man sich Verletzungen zu. Ganz wichtig: Niemals mit der Haut- oder gar Nagelschere späneweise die Hornhaut abschnibbeln und schon gar nicht Fitzelchen abreißen - das kann zu schmerzhaften Druckstellen und Entzündungen führen. Generell gilt: Hornhaut ist kein Zeichen für robuste Füße, sondern für falsche Belastung.
Das Nägelschneiden erfordert besondere Aufmerksamkeit: Nicht zu weit kürzen und immer ganz gerade feilen. Niemals die Fußnägel so formen wie spitze Fingernägel! Denn wer die Nägel seitlich zu tief ausschneidet, riskiert eingewachsene Nägel, Nagelbett-Entzündungen und Nagelpilz - alles äußerst schmerzhafte Fußkrankheiten.
Quelle: ard.de - Ratgeber Gesundheit
mit frdl. Empfehlung von oza-m.de
You must be logged in to post a comment.